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Dia-Präsentation von Solvay Pharma aus dem Jahr 2003
Eprosartan (65 Abbildungen)

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Homepage: www.teveten.at



Abbildung
 
FÜR ÖSTERREICH: Weitere Informationen: Solvay Pharma GesmbH, Donaustraße 106, 3400 Klosterneuburg, Tel.: 02243/25 620-0
Abbildung 0


 
 
Pharmakologie der AT1-Blocker (1/2)
Abbildung 1: Eprosartan muss im Gegensatz zu Losartan und Candesartan nicht zu einem aktiven Metaboliten verstoffwechselt werden. Es weist eine der höchsten Rezeptoraffinitäten aller AT1-Blocker auf. Da Nahrung die Resorption von Eprosartan nicht beeinflusst, ist eine compliancefördernde Medikamenteneinnahme zu den Essenszeiten problemlos möglich. Die maximale Konzentration des Wirkstoffes im Körper ist nach ein bis drei Stunden erreicht. Der volle therapeutische Effekt tritt zwei bis drei Wochen nach der Erstapplikation ein, daher ist Hypotonie zu Therapiebeginn äußerst selten zu beobachten. Kovacs SJ, Tenero DM, Martin DE et al.: Pharmacokinetics and protein binding of eprosartan in hemodialysis-dependent patients with end-stage renal disease. Pharmacotherapy 1999; 19 (5): 612–9   Brunner HR: The new angiotensin II receptor antagonist, irbesartan: pharmacokinetic and pharmacodynamic considerations. Am J Hypertens 1997; 10 (12 Pt 2): 311S–317S   Bottorff M, Tenero DM: Pharmacokinetics of eprosartan in healthy subjects, patients with hypertension, and special populations. Pharmacotherapy 1999; 19 (4 Pt 2): 73S–78S Warner G T, Jarvis B: Olmesartan Medoxomil. Drugs 200262: 1345 - 1353 Laeis P, Püchler K, Kirch W: The pharmacokinetic and metabolic profile of olmesartan medoxomil limits the risk of clinically relevant drug interaction. J Hypertens 2001, 19 (Suppl 1): S21 - S32


Keywords: AT1-BlockerEprosartanPharmakologieSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Pharmakologie der AT1-Blocker (2/2)
Abbildung 2: Im Vergleich zu anderen AT1-Blockern besitzt Eprosartan eine kurze Halbwertszeit und ein geringes Distributionsvolumen. Es wird im Gegensatz zu Losartan, Irbesartan, Olmesartan und Candesartan nicht durch das Cytochrom P450-System der Leber verstoffwechselt, eine häufige Ursache medikamentöser Wechselwirkungen. Eprosartan weist einen gerade für Patienten mit renalen Erkrankungen vorteilhaftes Exkretionsprofil auf. Die Angeben der Tabelle beziehen sich auf die Exkretion nach intravenöser Injektion; nach oraler Gabe werden 90 % des Wirkstoffes mit dem Fäzes und nur 7 % mit dem Urin ausgeschieden.     Wong PC, Christ DD, Wong YN et al.: Nonpeptide angiotensin II receptor antagonist: pharmacokinetics and pharmacodynamics in rats of EXP3174, an active metabolite of losartan. Pharmacology 1996; 52 (1): 25–9   Brunner HR: The new angiotensin II receptor antagonist, irbesartan: pharmacokinetic and pharmacodynamic considerations. Am J Hypertens 1997; 10 (12 Pt 2): 311S–317S   Buter H, Navis GY, Woittez AJ et al.: Pharmacokinetics and pharmacodynamics of candesartan cilexitil in patients with normal to severely impaired renal function. Eur J Clin Pharmacol 1999; 54 (12): 953–8   Kovacs SJ, Tenero DM, Martin DE et al.: Pharmacokinetics and protein binding of eprosartan in hemodialysis-dependent patients with end-stage renal disease. Pharmacotherapy 1999; 19 (5): 612–9


Keywords: AT1-BlockerEprosartanPharmakologieSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Blockade des AT1-Rezeptors durch Eprosartan
Abbildung 3: In vitro konnte an Präparaten der Kaninchenaorta demonstriert werden, dass Eprosartan am AT1-Rezeptor als kompetitiver Antagonist von Angiotensin II wirkt.  


Keywords: AT1-BlockerDiagrammEprosartanSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
AT1-Blocker – kompetitiver und nicht-kompetitiver Antagonismus
Abbildung 4: Während Eprosartan kompetitiv den AT1-Rezeptor blockiert, hemmen Irbesartan, Valsartan sowie der aktive Metabolit von Losartan nicht-kompetitiv die Wirkung von Angiotensin II am Rezeptor. Eprosartan konkurriert mit Angiotensin II um die Bindung an den AT1-Rezeptor. Daher kann durch unphysiologisch hohe Konzentrationen von Angiotensin II im Modell der präparierten Kaninchenaorta eine Vasokonstriktion erreicht werden. Die nicht-kompetitiv wirkenden AT1-Blocker binden hingegen irreversibel an den AT1-Rezeptor. Daher können auch hohe Konzentrationen von Angiotensin II die Kontraktilität der Aorta nicht vollständig wiederherstellen.   Cazaubon C, Gougat J, Bousquet F, et al. Pharmacological characterisation of SR 47436, a new nonpeptide AT1 subtype angiotensin II receptor antagonist. J Pharmacol Exp Ther 1993; 265: 826–34   Criscione L, deGasparo M, Buhlmayer P: Pharmacological profile of valsartan: a potent, orally active nonpeptide antagonist of the angiotensin II AT1 receptor subtype. Br J Pharmacol 1993; 110: 761–771   Wong PC, Price WA Jr, Chiu AT, et al.: Nonpeptide angiotensin II receptor antagonists. XI Pharmacology of EXP3174: an active metabolite of DuP 753, an orally active antihypertensive agent. J Pharm Exp Therapeutics 1990; 255: 211-217   McIntyre M, Caffe SE, Michalak RA et al.: Losartan, an orally active angiotensin (AT1) receptor antagonist: a review of its efficacy and safety in essential hypertension. Pharmacol Ther 1997; 74(2): 181–194


Keywords: AntagonismusAT1-BlockerDiagrammEprosartanSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Bioverfügbarkeit und Exkretion von Eprosartan
Abbildung 5: Eprosartan liegt im Plasma zu 98 % proteingebunden vor. Bei einmaliger oraler Gabe von 300 mg Eprosartan beträgt die absolute Bioverfügbarkeit 13 %.  


Keywords: BioverfügbarkeitEprosartanExkretionSchemaSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Eprosartan – Pharmakologie
Abbildung 6: Eprosartan ist der einzige nicht-biphenylische AT1-Blocker und unterscheidet sich daher eindeutig von allen anderen Vertretern dieser Substanzklasse. Er ist ein hochselektiver kompetitiver Antagonist des Angiotensin-II an Rezeptoren vom AT1-Typ. Durch Dosiserhöhung kann eine lineare Verstärkung des inhibitorischen Effektes von Eprosartan erzielt werden. Bei gesunden Probanden erhöht Eprosartan den renalen Blutfluss. Bei Hypertonikern konserviert es die glomuläre Filtrationsrate (GFR) und den effektiven renalen Plasmafluss (ERPF). Bei Diabetikern mit Typ-2-Diabetes und Proteinurie von über 1 g/Tag reduziert Eprosartan die Proteinausscheidung und wirkt so wahrscheinlich renoprotektiv. Bisher existieren keinerlei Hinweise auf spezifische Wirksamkeits- oder Verträglichkeitsprobleme mit Eprosartan in Patienten-Subpopulationen. Eprosartan wird in der Leber praktisch nicht verstoffwechselt. Daher besteht keine Gefahr von Interaktionen mit anderen Medikamenten am Cytochrom P450-Enzymsystem. Bisher (Stand Anfang 2003) sind keinerlei klinisch relevante Interaktionen mit anderen Medikamenten bekannt geworden. Eprosartan wirkt nicht urikosurisch, d.h. es steigert nicht die Harnsäure-Ausscheidung und dadurch die Gefahr einer Harnsteinbildung. Aufgrund seiner Fähigkeit, bereits in blutdrucksenkender Dosierung die präsynaptischen AT1-Rezeptoren der peripheren sympathischen Neurone zu blockieren, wirkt Eprosartan hemmend auf den Sympathikotonus.


Keywords: EprosartanPharmakologieSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Pharmakologie in speziellen Subgruppen
Abbildung 7: Bei Patienten über 65 Jahren ist wahrscheinlich die Resorption von Eprosartan erhöht. Daraus resultiert eine etwa zweifach erhöhte maximale Plasmakonzentration (Cmax) und ein entsprechend veränderter Konzentrations-Zeit-Verlauf (area under the curve, AUC) im Plasma. Die maximale Konzentration im Plasma wird später als bei jungen Hypertonikern erreicht, gleichzeitig ist die Halbwertszeit (HWZ) im Blut um etwa 3 Stunden erhöht. Hinsichtlich der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Eprosartan wurden keine Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Hypertonikern beobachtet. Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 5 – 59 ml/min) erhöht sich die Cmax um 51-55 %, die AUC um 25–35 %. Eine Dosisanpassung ist nicht notwendig. Bei schweren Nierenfunktionsstörungen wird der Einsatz von Eprosartan nicht empfohlen. Die Clearance durch Hämodialyse ist aufgrund der hohen Proteinbindung mit zirka 11 ml/min gering. Patienten mit Leberfunktionsstörungen weisen keine erhöhte Cmax, aber eine etwa 40 % höhere AUC auf.   Tenero D et al.: Effect of age and gender on the pharmacogenetics of eprosartan. Br J Clin Pharmacol 1998; 46: 267-70 Martin D E et al.: Pharmacokinetics and protein binding of eprosartan in healthy volunteers and in patients with varying degrees of renal impairment J Clin Pharmacol 1998; 38: 129-37 Tenero D et al.: Effect of hepatic disease on the pharmacokinetics and plasma protein binding of eprosartan. Pharmacother 1998; 18 (1): 42-50


Keywords: EprosartanPharmakologieSolvay Pharma GesmbHSubgruppeTeveten
 
 
Trough To Peak-Ratio für Eprosartan 1 x täglich
Abbildung 8: Die placebobereinigte Through To Peak-Ratio von Eprosartan wurde aus der Differenz zwischen der Maximalkonzentration im Plasma nach drei Stunden und der mittleren Konzentration nach 24 Stunden berechnet. Um eine sichere Wirksamkeit über 24 Stunden zu gewährleisten, muss das Verhältnis über 0,5 liegen. Wird Eprosartan einmal täglich eingenommen, beträgt die Trough To Peak-Ratio 0,67. Damit liegt sie deutlich über dem erforderlichen Minimalwert, Eprosartan kann daher einmal täglich eingenommen werden.   Hedner T, Himmelmann A: on behalf of the Eprosartan Multinational Study Group: The efficacy and tolerance of one or two daily doses of eprosartan in essential hypertension. J Hypertens 1999; 17: 129–136


Keywords: EprosartanMedikationSolvay Pharma GesmbHTevetenThrough To Peak-Ratio
 
 
Eprosartan – Metabolische Auswirkungen
Abbildung 9: Aufgrund seines hochselektiven Wirkmechanismus hat die Einnahme von Eprosartan äußerst geringen Einfluss auf Stoffwechselvorgänge. Hämatologische Parameter werden durch Eprosartan nicht beeinflusst. Bei niereninsuffizienten Hypertonikern besteht mit ACE-Hemmern die Gefahr einer Hyperkaliämie. Die Inzidenz von Hypo- und Hyperkaliämie ist unter Eprosartan mit unter 0,2 % sehr gering. Da Eprosartan die Exkretion von Harnsäure nicht erhöht, also keinen urikosurischen Effekt aufweist, erhöht es nicht das Risiko einer Nephrolithiasis. Eprosartan übt keinen Einfluss auf Herzfrequenz und –funktion aus. Serumlipide, Elektrolyte und Blutzucker werden durch Eprosartan nicht beeinflusst. Hedner T, Himmelmann A: The efficiacy and tolerance of one and two daily doses of eprosartan in essential hypertension. J Hypertens 1999; 17(1): 129-136   Ilson B: Drug interaction studies with eprosartan, a novel angiotensin II receptor antagonist. Am J Hypertens 1998; 11(4 pt 2): 108A, E051 (Abstract)   Levine B: Eprosartan provides safe and effective long-term maintenance of blood pressure control in patients with mild to moderate essential hypertension. Cur Med Res Opin 2001; 17: 8-17


Keywords: EprosartanMetabolismusSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Medikamentöse Wechselwirkungen
Abbildung 10: Zu Eprosartan wurden bisher (Stand Anfang 2002) keine relevanten medikamentösen Wechselwirkungen berichtet. Auch bei Studien, die gezielt nach Interaktionen suchten, wurden keine auffälligen Befunde erhoben. Eprosartan wird durch Cytochrom P450, dem wichtigsten Enzymsystem für die Biotransformation von Pharmaka, nicht metabolisiert. Daher zeigt es auch keinerlei Interaktionen mit Medikamenten, die die Wirksamkeit von Cytochrom P450 beeinflussen, wie Fluconazol und Ketoconazol. Bisher wurden keinerlei klinisch relevante Interaktionen zwischen Eprosartan und anderen pharmakologischen Substanzen beobachtet. Dies gilt insbesondere für Wafarin, Glibenclamid, Digoxin und Ranititin. Lipidsenker wie Statine, Fibrate oder Nicotinsäure, eine häufige Komedikation bei Hypertonikern, zeigen keine Wechselwirkungen mit Eprosartan. Kazierad DJ, Martin DE, Tenero D, et al.: Fluconazole significantly alters the pharmacokinetics of losartan but not eprosartan. J Clin Pharm Ther 1997; 61: 1135 Kazierad D, Tenero D, Ilson B, et al.: Drug interaction studies with eprosartan, a novel angiotensin II receptor antagonist. Poster presented at American Society of Hypertension Thirteenth Scientific Meeting, New York, New York. May 13–16, 1998. Am J Hypertens 1998; 11 (4 Pt 2): 108A, E051 abstract Kazierad DJ, Martin DE, Ilson B, et al.: Eprosartan does not affect the pharmacodynamics of warfarin. J Clin Pharmacol 1998; 38: 649–53 Martin DE, DeCherney S, Ilson BE, et al.: Eprosartan, an angiotensin II receptor antagonist, does not affect the pharmacodynamics of glyburide in patients with type II diabetes mellitus. J Clin Pharmacol 1997; 37: 155–9 Martin DE, Tompson D, Boike SC, et al.: Lack of effect of eprosartan on the single dose pharmacokinetics of orally administered digoxin in healthy male volunteers. Br J Clin Pharmacol 1997; 43: 661–4 Tenero DM, Martin DE, Ilson B, et al.: Effect of ranitidine on the pharmacokinetics of orally administered eprosartan, an angiotensin II antagonist in healthy male volunteers. Ann Pharmacol 1998; 32 (3): 304–8


Keywords: Eprosartanmedikamentöse WechselwirkungSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Cytochrom P450
Abbildung 11: Die Cytochrom P450-Monooxygenasen sind eine Gruppe von Enzymen, die unter anderem eine wichtige Rolle bei der Detoxifikation von Fremdstoffen (Xenobiotika) im Körper spielen. Lipophile Xenobiotika, die sich leicht in Geweben anreichern können, werden durch die Cytochrom P450-Enzyme hydroxyliert, d. h. durch Einfügen eines polaren Sauerstoffatoms wasserlöslich (hydrophil) gemacht. Dadurch können die entsprechenden Substanzen leichter mit Urin und Faeces ausgeschieden werden. Der Abbau und die Exkretion vieler Medikamente hängen entscheidend von der Aktivität des Cytochrom P450-Enzymsystems der Leber ab. Ist dieses durch Pharmaka wie z.B. Ketoconazol oder Fluconazol blockiert, ändert sich die Pharmakokinetik der Medikamente dramatisch. Zudem kann eine starke Belastung des Cytochrom P450-Systems durch Pharmaka die Detoxifikation von Genussgiften wie Ethanol beeinträchtigen. Eprosartan wird nicht durch das Cytochrom P450-Enzymsystem verstoffwechselt. Daher sind Wechselwirkungen mit anderen Substanzen in der Leber sehr unwahrscheinlich und die metabolische Belastung des Organismus ist geringer als bei anderen AT1-Blockern, die durch das Cytochrom-P450-Enzymsystem metabolisiert werden.


Keywords: Cytochrom P450EprosartanSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Hemmung der sympathikusgesteuerten Blutdrucksteigerung durch Eprosartan
Abbildung 12: Um die Wirkung von AT1-Blockern auf AT1-Rezeptoren an peripheren Neuronen des Sympathikus zu untersuchen, wird bei Ratten die zentrale Blutdruckregulation unterbrochen und ein konstanter Sympathikotonus durch Elektrostimulation erzeugt (pithed rat model). Hierdurch wird sichergestellt, dass keine blutdrucksteigernden Aktivitäten des zentralen Nervensystems auftreten und ausschließlich die Aktivität der peripheren sympatischen Neuronen gemessen werden können. Durch die Erhöhung der Stimulationsfrequenz kann eine dosisabhängige Steigerung des Blutdrucks erzielt werden, die auf der vermehrten Ausschüttung von Noradrenalin aus den sympathischen Neuronen beruht. Die Injektion von Eprosartan in physiologischer Konzentration reduziert die Blutdrucksteigerung bei gleicher Stimulationsfrequenz im Vergleich zur Kontrollgruppe.   Ohlstein EH, Brooks DP, Feurstein GZ et al.: Inhibition of sympathetic outflow by the angiotensin II receptor antagonist, eprosartan, but not by losartan, valsartan or irbesartan: relationship to differences in prejunctional angiotensin II receptor blockade. Pharmacology 1997; 55: 244–251


Keywords: Diagrammdiastolischer BlutdruckEprosartanSolvay Pharma GesmbHSympathikusTeveten
 
 
Hemmung der sympathikusgesteuerten Blutdrucksteigerung durch AT1-Blocker
Abbildung 13: Der Einsatz der AT1-Blocker Losartan, Valsartan und Irbesartan zur Reduktion des sympathikusgesteuerten Blutdruckanstiegs im "Pithed Rat"“-Modell bewirkte keine signifikante Blutdrucksenkung im Vergleich zur Kontrollgruppe. Daraus lässt sich schließen, dass die biphenylischen AT1-Blocker in klinisch relevanten Konzentrationen keinen Einfluss auf den Sympathikotonus ausüben.   Ohlstein EH, Brooks DP, Feurstein GZ et al.: Inhibition of sympathetic outflow by the angiotensin II receptor antagonist, eprosartan, but not by losartan, valsartan or irbesartan: relationship to differences in prejunctional angiotensin II receptor blockade. Pharmacology 1997; 55:244–251


Keywords: AT1-BlockerDiagrammdiastolischer BlutdruckEprosartanSolvay Pharma GesmbHSympathikusTeveten
 
 
Hemmung der sympathikusgesteuerten Blutdrucksteigerung durch AT1-Blocker
Abbildung 14: Im Tiermodell, bei dem durch selektive Verstärkung des Sympatikotonus eine Blutdruckerhöhung verursacht werden kann, bewirkt bei gleicher Konzentration ausschließlich Eprosartan, nicht aber Losartan, Valsartan und Irbesartan, eine signifikante Reduktion des diastolischen Blutdruckwertes.     Ohlstein EH, Brooks DP, Feurstein GZ et al.: Inhibition of sympathetic outflow by the angiotensin II receptor antagonist, eprosartan, but not by losartan, valsartan or irbesartan: relationship to differences in prejunctional angiotensin II receptor blockade. Pharmacology 1997; 55:244–251


Keywords: diastolischer BlutdruckEprosartanSolvay Pharma GesmbHSympatikotonusTeveten
 
 
Wirkweise von Eprosartan
Abbildung 15: Eprosartan verfügt über einen dualen Wirkmechanismus, der zwei der wichtigsten Stellglieder des Blutdrucks beeinflusst: Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAS) und das sympathische Nervensystem. Beide sind über einen Feedback-Mechanismus verbunden, der zu einer kontinuierlichen Steigerung des blutdruckerhöhenden Effektes der Einzelkomponenten führt. In den Blutgefäßen verhindert Eprosartan durch Blockade der postsynaptischen AT1-Rezeptoren Angiotensin II-gesteuerte blutdrucksteigernde Effekte. Angiotensin II bewirkt über die Aktivierung von AT1-Rezeptoren Vasokonstriktion. Zudem stimuliert es über dieselben Rezeptoren die Freisetzung von Aldosteron, das eine Blutdrucksteigerung über die Retention von Wasser und Natrium bewirkt. An den Endigungen des peripheren sympathischen Nervensystems blockiert Eprosartan präsynaptische AT1-Rezeptoren. Dadurch reduziert es die Ausschüttung von Noradrenalin. Dieses wirkt über alpha-adrenerge Rezeptoren an den Gefäßen ebenfalls vasokonstriktorisch. Kang PM, Landau AJ, Eberhardt RT et al.: Angiotensin II receptor antagonists: A new approach to blockade of the renin–angiotensin system. Am Heart J 1994; 127: 1388–401 Goodfriend TL, Elliott ME, Catt KJ: Angiotensin receptors and their antagonists. N Engl J Med 1996; 334: 1649–54 Brooks DP, Ohlstein EH, Ruffolo RR: Pharmacology of eprosartan, an angiotensin II receptor agonist: Exploring hypotheses from clinical data. Am Heart J 1999; 138; 3Pt2: 246-251


Keywords: EprosartanRASSolvay Pharma GesmbHSympathikusTeveten
 
 
Renaler Plasmafluss unter Eprosartan bei Gesunden
Abbildung 16: Die Gabe von Eprosartan beeinflusst die exkretorische Funktion der Nieren nicht negativ. Dies gilt sowohl für Gesunde mit hohem oder geringem Salzkonsum als auch für Hypertoniker und Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion. Bei gesunden Probanden wurde der effektive renale Plasmafluss (ERPF) durch Bestimmung der Clearance von para-Aminohippursäure (PAH) bestimmt. Ein Teil der Probanden erhielt eine Infusion mit Angiotensin II, das durch Vasokonstriktion zu einer Reduktion des renalen Plasmaflusses führt und so die Clearance von PAH senkt. Die Kontrollgruppe erhielt eine Placeboinfusion; hier war keine Beeinflussung der PAH-Clearance zu beobachten. Eine Stunde nach der ersten Infusion wurden Eprosartan 300 mg oder Placebo verabreicht. Probanden, die eine Angiotensin II-Infusion erhalten hatten, zeigten eine massive Abnahme der ERPF. Eprosartan hob den vasokonstriktorischen Effekt von Angiotensin II in der Niere auf und führte zu einer völligen Wiederherstellung des ursprünglichen ERPF.   Solvay, Studie HP-1006: A dose-response study to assess the pharmacokinetics and pharmacodynamics of single oral doses of SK&F 108566 in healthy male volunteers.


Keywords: Diagrammeffektiver renaler PlasmaflussEprosartanERPFPAHpara-AminohippursäureSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Wirkung von Eprosartan und Captopril auf den renalen Plasmafluss
Abbildung 17: Nach Einnahme von Eprosartan (400 mg) oder Captopril (25 mg) bei Gesunden mit geringem Salzkonsum wurde der renale Plasmafluss durch eine Infusion von Angiotensin II reduziert. Während die Clearance von para-Aminohippursäure (PAH) unter Eprosartan nur minimal abnahm, sank sie unter Captopril deutlich und erreichte nahezu Placeboniveau. Sica D A, Hollenberg N K: The renal profile of Eprosartan. Pharmacotherapy 1999; 19 (4 Pt 2): 86S–94S


Keywords: captoprilDiagrammeffektiver renaler PlasmaflussEprosartanERPFPAHpara-AminohippursäureSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Endotheliale NO-Produktion in der Niere mit Eprosartan
Abbildung 18: In einer placebokontrollierten Studie mit 20 Hypertonikern erhielt jeder Teilnehmer Enalapril (20 mg), Eprosartan (600 mg), beide Substanzen mit halber Dosis und Placebo über jeweils eine Woche, unterbrochen von zweiwöchigen Auswaschphasen. Bei Abschluss jeder Behandlungsphase wurden die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) und der renale Plasmafluss (RPF) bestimmt. Durch Hemmung der endothelialen NO-Synthese mit N-Monomethyl-L-Arginin (NMMA) wurde anhand der Abnahme des RPF die basale NO-Synthese in den renalen Gefäßen bestimmt. Ausschließlich die Kombinationstherapie erzielte eine signifikante Reduktion des Blutdruckes und einen Anstieg des RPF. Um den Einfluss des ACE-Hemmers und des AT1-Blockers auf die NO-Synthese in den Nierengefäßen zu überprüfen, wurden die Hemmung der NO-Synthese und die Änderung des RPF für jeden einzelnen Probanden miteinander in Bezug gesetzt. Dabei zeigte sich unter Eprosartan, nicht aber unter Enalapril, eine signifikante Steigerung der NO-Synthese. Dies interpretieren die Autoren als Hinweis darauf, dass der AT1-Blocker, nicht aber der ACE-Hemmer, die Endothelfunktion in der Niere verbessert. Delles C, Jacobi J, John S, et al.: Effects of enalapril and eprosartan on the renale vasculare nitric oxid system in human essential hypertension. Kidney International 2002; 61: 1462 – 1468


Keywords: DiagrammEnalaprilendotheliale NO-ProduktionEprosartanN-Monomethyl-L-ArgininNiereNMMArenaler PlasmaflussRPFSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Eprosartan bei Hyperglykämie
Abbildung 19: Nur etwa 10 % des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAS) zirkulieren im Blutsystem. Der überwiegende Anteil findet sich in Geweben, insbesondere in Niere, Herz, Gehirn, Darm, Gonaden und Speicheldrüsen. Für die organprotektive Wirkung von Antihypertensiva, die in das RAS eingreifen, spielt daher die Beeinflussung des gewebeständigen RAS eine besondere Rolle. In einer doppelblinden Studie an 9 gesunden Männern wurde bei experimentell erzeugter Hyperglykämie durch Glucoseinfusion der Einfluss von Eprosartan (600 mg) auf den renalen Plasmafluss untersucht. Eprosartan erhöhte signifikant den renalen Plasmafluss von 562 ± 12 ml x min-1 x 1,73 m-2 auf 709 ± 26 ml x min-1 x 1,73 m-2 (p < 0,05). Die glomeruläre Filtrationsrate und der Plasmainsulinspiegel wurden durch Eprosartan nicht beeinflusst. Da Eprosartan hochspezifisch die Wirkung von Angiotensin II hemmt, lässt diese Untersuchung den Schluss zu, dass die intrarenale Aktivität von Angiotensin II entscheidend zur Reduktion des renalen Plasmaflusses bei Hyperglykämie beiträgt. Möglicherweise ist die vasodilatorische Wirkung von AT1-Blockern wie Eprosartan verantwortlich für deren renoprotektiven Effekt bei Diabetikern.     Osei S, Price DA, Laffel LMB et al.: Effect of angiotensin II-antagonist eprosartan on hyperglycemia induced activation of intrarenal renin-angiotensin-system in healthy humans. Hypertension 2000; 36: 122-126


Keywords: DiagrammEprosartanHyperglykämieRASSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Exkretion von Harnsäure unter Eprosartan und Losartan
Abbildung 20: Viele Hypertoniker weisen auch eine Hyperurikämie auf, die zu Gicht und Nephrolithiasis führen kann. Einige Antihypertensiva, insbesondere Diuretika, steigern die Harnsäurekonzentration im Blut und können so die Entstehung von Gicht fördern. In einer randomisierten, doppelblinden Studie an 60 Hypertonikern wurde gezeigt, dass Eprosartan (600 mg, 1x täglich) die Harnsäureausscheidung im Verhältnis zur Kreatininexkretion über 4 Wochen nicht erhöht. Losartan (50 mg, 1x täglich) hingegen steigert die Harnsäureausscheidung und damit die Gefahr einer Nephrolithiasis, ohne die Konzentration von Harnsäure im Blut zu reduzieren und so einer Hyperurikämie entgegenzuwirken.   Puig J G et al.: Effect of eprosartan and losartan on uric acid metabolism in patients with essential hypertension. J Hypertension 1999; 17: 1033-1039


Keywords: DiagrammEprosartanHarnsäureHypertonieLosartanSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Einfluss von Eprosartan auf oxidative und inflammatorische Marker
Abbildung 21: Bei 38 neu diagnostizierten Hypertonikern mit mindestens einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor wurden biochemische Marker im Plasma bestimmt. Anschließend wurde jeweils über vier Wochen mit Eprosartan 600 mg bzw. Hydrochlorothiazid 50 mg behandelt. Bei Studienende war eine signifikante Reduktion des Plasmaspiegels von oxidiertem LDL-Cholesterin, Superoxid aus Neutrophilen sowie der Moleküle sVCAM-1 (soluble vascular cell adhesion molecule) und sMCP-1 (soluble monocyte chemotactic proteine) durch Eprosartan, nicht aber durch HCTZ, festzustellen. Diese Biomoleküle sind am atherosklerotischen Geschehen beteiligt; insbesondere oxidiertes LDL-Cholesterin spielt eine wichtige Rolle bei der Plaqueentstehung. Es wird dort durch eingewanderte Makrophagen aufgenommen, die sich zu Schaumzellen umwandeln.     Rahman S T, Lauten W B, Khan Q A et al.: Effects of eprosartan versus hydrochlorothiazide on markers of vascular oxidation and inflammation and blood pressure (Renin-Angiotensin System Antagonists, oxidation and inflammation). Am J Cardiol 2002; 89: 686 - 690


Keywords: EprosartanHydrochlorothiazidinflammationSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Wirkung von Eprosartan und Enalapril auf die Spiegel von Renin, AT-II und Aldosteron im Plasma
Abbildung 22: Der Einsatz von Eprosartan und Enalapril bei Hypertonikern und der Einfluss auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System wurde über zwölf Wochen untersucht.  


Keywords: AldosteronAngiotensin IIDiagrammEnalaprilEprosartanHypertonieRASSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Hyperkalorische Nahrungsaufnahme und Hypertonie
Abbildung 23: Spontan hypertensive Ratten wurden mit einer hyperkalorischen Diät aus 24 % Kokosfett und 32 % Sacharose (W/W) gefüttert. Die Ratten entwickelten daraufhin eine hyperkinetische Hypertonie mit signifikant erhöhten systolischen Blutdruckwerten und stark erhöhter Herzfrequenz. Erhielten die Tiere Eprosartan in einer Dosierung von 90 mg/kg täglich, sanken Blutdruck und Herzfrequenz signifikant ab. Die hyperkalorische Nahrungsaufnahme, wie sie typisch für westliche Industrieländer ist, bewirkt eine Sympathikus-Aktivierung, die zur Steigerung von Blutdruck und Herzfrequenz führt. Eprosartan senkt nicht nur den Blutdruck, sondern auch die sympathikusgesteuerte Erhöhung der Herzfrequenz, was darauf hindeutet, dass Eprosartan am Herzen der Ratte sympathikoinhibitorische Wirkung hat.   Rupp H, Jäger B: The Renin-Angiotensin System and the sympathetic nervous system in hypertension and congestive heart failure: Implications for therapeutic interventions. J Clin Basic Cardiol 2001; 4: 47–51


Keywords: DiagrammEprosartanhyperkalorische NahrungHypertonieSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Überlebensrate bei Schlaganfall-sensitiven Ratten mit Eprosartan
Abbildung 24: Spontan hypertensive Ratten mit hoher Schlaganfall-Sensitivität (SHRsp) wurden unter einer Diät mit hohem Fett- und Salzgehalt über 12 Wochen beobachtet. Nach etwa drei Wochen nahm die Mortalität in der Placebogruppe rasch zu, erreichte nach sechs Wochen etwa 50 % und nach neun Wochen 100 %. In der Verumgruppe kam es über den gesamten Beobachtungszeitraum von 12 Wochen zu keinem einzigen Todesfall. Dies verdeutlicht zum einen die Bedeutung von Angiotensin II bei der Pathogenses des Schlaganfalls, zum anderen liefert es deutliche Hinweise auf die Protektion des cerebrovaskulären Systems durch AT1-Blockade.   Barone FC, Coatney RW, Chandra S et al.: Eprosartan reduces cardiac hypertrophy, protects heart and kidney, and prevents early mortality in severely hypertensive stroke-prone rats. Cardiovascular research 2001; 50: 525-537


Keywords: DiagrammEprosartanSchlaganfall-SensitivitätSHRspSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Eprosartan – Wirksamkeit bei 1 x täglicher Dosierung
Abbildung 25: In einer doppelblinden Studie mit 243 Teilnehmern wurde die Wirksamkeit von Eprosartan (400 – 800 mg täglich) gegenüber Placebo bei einmaliger und zweimaliger Einnahme pro Tag getestet. Beide Dosierungsschemata reduzierten den mittleren diastolischen Blutdruck signifikant stärker als Placebo. Die mittlere Blutdrucksenkung war in beiden Verumgruppen nahezu identisch (einmal täglich: -9,0 ± 8,4 mmHg; zweimal täglich: -9,0 ± 8,5 mmHg). Die Responder-Rate für Eprosartan einmal täglich lag bei 46,8 %, für Eprosartan zweimal täglich bei 35,1 % und für Placebo 25,6 %.  Die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse betrug 64 % für Eprosartan einmal täglich, 60 % bei zweimaliger Gabe und 57 % für Placebo. Hedner T, Himmelmann A: on behalf of the Eprosartan Multinational Study Group: The efficacy and tolerance of one or two daily doses of eprosartan in essential hypertension. J Hypertens 1999; 17: 129–136


Keywords: EprosartanMedikationSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Blutdrucksenkung durch Eprosartan
Abbildung 26: Eprosartan (400 – 1200 mg) einmal täglich reduzierte in einer achtwöchigen, doppelblinden Studie bei 351 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Hypertonie (DPB > 95 < 145 mmHg) signifikant die systolischen Blutdruckwerte. Die diastolischen Blutdruckwerte wurden durch Eprosartan 600 und 1200 mg ebenfalls signifikant gesenkt. Die Responder-Rate (diastolischer Blutdruck < 90 mmHg oder < 100 mmHg bei Senkung um mindestens 10 mmHg) stieg kontinuierlich mit zunehmender Dosis an. Nebenwirkungen wurden unter Placebo und unter allen Dosierungen vergleichbar häufig beobachtet. Die volle antihypertensive Wirksamkeit von Eprosartan stellte sich meist in der zweiten Behandlungswoche ein.   Solvay, Studie 049: An 8-week, double-blind, parallel, dose range, multi-centre comparison of eprosartan 400, 600, 800 and 1200 mg o.d. with placebo in patients with essential hypertension.   Weber M.: Clinical efficacy of eprosartan. Pharmacotherapy 1999; 19 (4 Pt 2): 95S–101S


Keywords: antihypertensive WirkungDiagrammEprosartanHypertonieSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Eprosartan versus Enalapril
Abbildung 27: Eprosartan (200 - 300 mg, zweimal täglich) und Enalapril (5 - 20 mg, einmal täglich) wurden bei Patienten mit diastolischen Blutdruckwerten > 95 < 145 mmHg über 26 Wochen eingesetzt. Bei Bedarf konnte zusätzlich Hydrochlorothiazid (HCTZ) 12,5 - 25 mg gegeben werden. Unter Eprosartan verringerte sich der diastolische Blutdruckwert um 12,9 mmHg und der systolische Blutdruckwert um 15,5 mmHg. Enalapril senkte den diastolischen Blutdruckwert um 11,9 mmHg, den systolischen Blutdruckwert um 14,7 mmHg. Der Anteil der Responder war unter Eprosartan mit 81,7 % signifikant höher als unter Enalapril mit 73,4 % (p < 0,05). Responder wiesen einen diastolischen Blutdruck < 90 mmHg oder eine Abnahme des Blutdrucks um mindestens 10 mmHg im Vergleich zum Ausgangswert auf. Unter Enalapril war die Inzidenz von trockenem Husten als unerwünschter Nebenwirkung mit 5,4 % gegenüber 1,5 % unter Eprosartan signifikant erhöht (p < 0,05). Gavras I, Gavras H: Effects of eprosartan versus enalapril in hypertensive patients on the renin-angiotensin-aldosterone system and safety parameters: results from a 26-week, double-blind, multicentre study. Curr Med Res Opin 1999; 15 (1): 13–24


Keywords: DiagrammEnalaprilEprosartanHypertonieTeveten
 
 
Eprosartan versus Losartan
Abbildung 28: In einer Studie an 60 Patienten mit diastolischen Blutdruckwerten > 95 < 114 mmHg wurde die Wirkung von Eprosartan (600 mg, 1 x täglich) und Losartan (50 mg, 1 x täglich) untersucht. Primärer Endpunkt war die Änderung der renalen Ausscheidung von Harnsäure. Beide Antihypertensiva reduzierten signifikant die diastolischen und systolischen Blutdruckwerte. Die mittlere Abnahme des diastolischen Blutdruckwertes betrug 12,4 mmHg für Eprosartan und 9,6 mmHg für Losartan. Der systolische Blutdruckwert reduzierte sich um 12,7 mmHg unter Eprosartan und um 10,9 mmHg unter Losartan. Die Studie war nicht auf einen Nachweis unterschiedlicher antihypertensiver Wirksamkeit der beiden Antihypertensiva ausgelegt. Der Anteil der Responder (mit diastolischen Blutdruckwerten < 90 mmHg oder Abnahme um > 10 mmHg gegenüber Ausgangswert) lag bei 73,3 % mit Eprosartan gegenüber 53,3 % mit Losartan. Losartan erhöhte die renale Harnsäureexkretion, ohne den Harnsäure-Plasmaspiegel zu reduzieren. Eprosartan beeinflusste die Harnsäureexkretion nicht nennenswert. Puig J A, Mateos F, Buño A, et al.: Effect of eprosartan and losartan on uric acid metabolism in patients with essential hypertension. J Hypertens 1999; 17: 1033-1039


Keywords: DiagrammEprosartanHypertonieLosartanSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Geschlechtsspezifische Wirksamkeit
Abbildung 29: In einer Studie an 528 Hypertonikern (DBD > 95 mmHg < 114 mmHg) die Eprosartan (200 - 300 mg, 2 x täglich) oder Enalapril (5 - 20 mg, 1 x täglich) und bei Bedarf zusätzlich HCTZ (12,5 - 25 mg) erhielten, wurde die geschlechtsspezifische Blutdruckantwort untersucht. Die erzielte Blutdrucksenkung war bei Männern und Frauen nahezu identisch. Der diastolische Blutdruck wurde bei Männern um 13,1 mmHg und bei Frauen um 15,5 mmHg reduziert. Der systolische Blutdruck sank um 17,0 bzw. 16,8 mmHg. Auch der Anteil der Responder, deren diastolischer Blutdruckwert unter 90 mmHg oder um mindestens 10 mmHg reduziert wurde, war mit 81,9 % bei Männern und 81,6 % bei Frauen fast gleich.   Hedner T.: Management of hypertension: the advent of a new angiotensin II receptor antagonist. J Hypertens 1999; 17 (Suppl 2): S21–S25.


Keywords: DiagrammEnalaprilEprosartanFrauHypertonieMannSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Wirksamkeit bei Patienten schwarzer Hautfarbe
Abbildung 30: Personen schwarzer Hautfarbe in westlichen Industrieländern sind besonders anfällig für Bluthochdruck. In einer Vergleichsstudie von Eprosartan (200 - 300 mg, 2 x täglich) und Enalapril (5 - 20 mg, 1 x täglich), bei der zusätzlich HCTZ (12,5 - 25 mg) gegeben werden konnte, senkte Eprosartan den diastolischen Blutdruck bei 21 Patienten schwarzer Hautfarbe um 13,3 mmHg, Enalapril bei 19 Patienten um 12,9 mmHg. Der systolische Blutdruckwert wurde durch Eprosartan um 23,1 mmHg, durch Enalapril um 13,2 mmHg reduziert. Aufgrund der geringen Patientenzahlen in der Subgruppenanalyse wurden keine Signifikanzen berechnet. Levine B: Effect of eprosartan and enalapril in the treatment of black hypertensive patients: subgroup analysis of a 26-week, double-blind, multicentre study. Curr Med Res Opin 1999; 15: 25-32 Hedner T: Management of hypertension: the advent of a new angiotensin II receptor antagonist. J Hypertens 1999; 17 (Suppl 2): S21–S25.


Keywords: EnalaprilEprosartanHypertonieSolvay Pharma GesmbHSubgruppeTevetenWirkung
 
 
Responder-Rate bei Hypertonikern schwarzer und weißer Hautfarbe
Abbildung 31: Im Rahmen einer Studie an 528 Hypertonikern (DBD > 95 mmHg < 114 mmHg) die Eprosartan (200 - 300 mg, 2 x täglich) oder Enalapril (5 - 20 mg, 1 x täglich) und bei Bedarf zusätzlich HCTZ (12,5 bis 25 mg) erhielten, wurde die Responderrate von Probanden weißer und schwarzer Hautfarbe verglichen. Als Responder wurden Personen definiert, die einen diastolischen Blutdruckwert unter 90 mmHg erreichten oder eine Reduktion des Blutdruckwertes von mindestens 10 mmHg. Die Responderrate für Patienten schwarzer Hautfarbe lag mit 66,7 % unterhalb der von Patienten weißer Hautfarbe (83,9 %). Dennoch war sie weit höher als die Responderrate unter Enalapril (42,1 %). Die geringe Zahl der Patienten schwarzer Hautfarbe ließ keine Signifikanzberechnung für die Subgruppe zu. Levine B: Effect of eprosartan and enalapril in the treatment of black hypertensive patients: subgroup analysis of a 26-week, double-blind, multicentre study. Curr Med Res Opin 1999; 15: 25-32   Weber M: Clinical efficacy of eprosartan. Pharmacotherapy 1999; 19 (4 Pt 2): 95S–101S


Keywords: DiagrammEnalaprilEprosartanHypertonieResponderrateSolvay Pharma GesmbHSubgruppeTeveten
 
 
Wirksamkeit von Eprosartan bei Hypertonikern < 65 Jahren und >= 65 Jahren
Abbildung 32: Der Einsatz von Eprosartan (200 - 300 mg, 2 x täglich, bei Bedarf zusätzlich 12,5 - 25 mg HCTZ, 1 x täglich) ist bei jungen (<= 65 Jahre) und alten (>= 65 Jahre) Hypertonikern gleichermaßen wirksam. Die durchschnittliche Reduktion des diastolischen (-13,2 mmHg bzw. –13,9 mmHg) und systolischen (-16,2 bzw. –18,9 mmHg) Blutdrucks war in beiden Gruppen vergleichbar.   Argenziano L, Trimarco B: Effect of eprosartan and enalapril in the treatment of elderly hypertensive patients: subgroup analysis of a 26-week, double-blind, multicentre study. Curr Med Res Opin 1999; 15:9-14 Hedner T: Management of hypertension: the advent of a new angiotensin II receptor antagonist. J Hypertens 1999; 17 (Suppl 2): S21–S25


Keywords: AlterDiagrammEprosartanHypertonieSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Patienten > 65 Jahre – Blutdrucksenkung
Abbildung 33: In einer doppelblinden Studie bei 334 Hypertonikern (DBD 90-114 mmHg, SBD >160 mmHg) über 65 Jahren wurde die Blutdrucksenkung durch Eprosarten (600 bis 800 mg, 1 x täglich) und Enalapril (5 bis 20 mg, 1 x täglich) untersucht. Die Senkung des systolischen und des diastolischen Blutdruckwertes als Studienendpunkt war für beide Therapieregime vergleichbar. Die mittlere systolische Blutdrucksenkung lag bei -18,0 mmHg für Eprosartan bzw. -17,4 mmHg für Enalapril. Die mittlere Reduktion des diastolischen Blutdruckwertes betrug -9,4 mmHg bzw. –9,6 mmHg.   Ruilope L, Jäger B, Prichard B: Eprosartan versus enalapril in elderly patients with hypertension: a double-blind, randomized trial. Blood Pressure 2001; 10: 223-229


Keywords: AlterBlutdrucksenkungDiagrammEnalaprilEprosartanHypertonieSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Eprosartan versus Placebo – unerwünschte Ereignisse
Abbildung 34: Das Nebenwirkungsprofil von Eprosartan schneidet selbst gegenüber Placebo positiv ab, wie die Daten aus sechs doppelblinden Studien an 1.554 Hypertonikern belegen. Die Gesamthäufigkeit unerwünschter Ereignisse war in den Eprosartan- und Placebogruppen nahezu identisch (54,4 % versus 52,8 %). Der Anteil schwerer UE und von Therapieabbrüchen aufgrund von UE war in der Placebo-Gruppe sogar höher als in der Eprosartan-Gruppe. Dies zeigt eindrücklich, dass Eprosartan wie auch die übrigen Vertreter der AT1-Blocker ein pharmakologisches Paradoxum ist, denn es wirkt nahezu ohne Nebenwirkungen.   Solvay, Studien 010, 011, 013, 017, 045, 049


Keywords: DiagrammEprosartanNebenwirkungsprofilSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Unerwünschte Nebenwirkungen unter Eprosartan ( >= 2 %)
Abbildung 35: Eprosartan weist ein Nebenwirkungsprofil auf, das dem von Placebo entspricht. In sechs placebokontrollierten Studien berichteten 54 % der Patienten unter Eprosartan-Therapie unerwünschte Ereignisse, während es unter Placebo 53 % der Patienten waren. Das häufigste unerwünschte Ereignis, Kopfschmerz, trat bei 10 % der Patienten in den Eprosartan-Gruppen und 11 % der Patienten in den Placebo-Gruppen auf. Infektion der oberen Atemwege und Myalgie waren die zweit- und dritthäufigsten unerwünschten Ereignisse. Sie traten bei 8 bzw. 4 % der Patienten in der Eprosartan-Gruppe und 5 bzw. 4 % der Patienten in der Placebo-Gruppe auf. Unter Placebo wurden 7 % der Patienten aufgrund unerwünschter Ereignisse aus der Studie genommen, unter Eprosartan betrug der Anteil 4 %. Gavras I, Gavras H: Safety and tolerability of eprosartan. Pharmacotherapy 1999; 19 (4 Pt 2): 102S–107S.   Oparil S: Eprosartan versus enalapril in hypertensive patients with angiotensin-converting enzyme-induced cough. Curr Ther Res 1999; 60 (1): 1–14


Keywords: DiagrammEprosartanNebenwirkungsprofilSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Unerwünschte Ereignisse unter Eprosartan und Nifedipin
Abbildung 36: In einer Studie an 205 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Hypertonie über 12 Wochen mit retardiertem Nifedipin (60 - 90 mg, 1 x täglich) und Eprosartan (200 - 300 mg, 2 x täglich) berichteten 56 % der Probanden unter Nifedipin über unerwünschte Ereignisse; unter Eprosartan waren es 37 %. Vor allem Ödeme, Kopfschmerzen und Husten traten mit Nifedipin weitaus häufiger auf als mit Eprosartan. Bei Patienten, die sowohl Nifedipin als auch Eprosartan erhielten, war der Anteil derjenigen, die unerwünschte Ereignisse berichteten, mit 54 % etwa ebenso hoch wie mit Nifedipin alleine (56 %). Die durchschnittliche Senkung des diastolischen Blutdrucks betrug unter Eprosartan 10,9 mmHg, unter Nifedipin 14,7 mmHg.   Solvay, Studie 041: A 12-week, double-blind, parallel, multicentre trial to compare regimens of SK&F 108566 and nifedipine SR, given alone and combined, in patients with essential hypertension.


Keywords: DiagrammEprosartanNifedipinSolvay Pharma GesmbHTevetenunerwünschtes Ereignis
 
 
Unerwünschte Ereignisse ( > 3%): Eprosartan versus Enalapril (1/2)
Abbildung 37: Beim Vergleich von Eprosartan (200 mg, 2 x täglich) mit Placebo und Enalapril (20 mg, 1 x täglich) hinsichtlich der Häufigkeit unerwünschter Ereignisse zeigten sich in der Enalapril-Gruppe deutlich mehr Beschwerden als unter Eprosartan und Placebo. Dies gilt insbesondere für Husten, der unter Enalapril bei 44 % aller Studienteilnehmer auftrat, unter Eprosartan und Placebo bei 20 % aller Patienten. Trockener Husten führte in anderen Vergleichsstudien zu Studienabbrüchen in der Enalapril-Gruppe. Auch z. B. Pharyngitis und Rhinitis traten unter Enalapril weitaus häufiger auf als unter Eprosartan. Einige unerwünschte Ereignisse, insbesondere Kopfschmerzen, waren in der Eprosartan-Gruppe seltener zu beobachten als unter Placebo. Oparil S: Eprosartan versus enalapril in hypertensive patients with angiotensin-converting enzyme-induced cough. Curr Ther Res 1999; 60 (1): 1–14. Table reproduced with permission.   Gavras I, Gavras H: Safety and tolerability of eprosartan. Pharmacotherapy 1999; 19 (4 Pt 2): 102S–107S


Keywords: DiagrammEnalaprilEprosartanSolvay Pharma GesmbHTevetenunerwünschtes Ereignis
 
 
Unerwünschte Ereignisse ( > 3%): Eprosartan versus Enalapril (2/2)
Abbildung 38: Beim Vergleich von Eprosartan (200 mg, 2 x täglich) mit Placebo und Enalapril (20 mg, 1 x täglich) hinsichtlich der Häufigkeit unerwünschter Ereignisse zeigten sich in der Enalapril-Gruppe deutlich mehr Beschwerden als unter Eprosartan und Placebo. Dies gilt insbesondere für Husten, der unter Enalapril bei 44 % aller Studienteilnehmer auftrat, unter Eprosartan und Placebo bei 20 % aller Patienten. Trockener Husten führte in anderen Vergleichsstudien zu Studienabbrüchen in der Enalapril-Gruppe. Auch z. B. Pharyngitis und Rhinitis traten unter Enalapril weitaus häufiger auf als unter Eprosartan. Einige unerwünschte Ereignisse, insbesondere Kopfschmerzen, waren in der Eprosartan-Gruppe deutlich seltener zu beobachten als unter Placebo.   Oparil S: Eprosartan versus enalapril in hypertensive patients with angiotensin-converting enzyme-induced cough. Curr Ther Res 1999; 60 (1): 1–14. Table reproduced with permission. Gavras I, Gavras H: Safety and tolerability of eprosartan. Pharmacotherapy 1999; 19 (4 Pt 2): 102S–107S


Keywords: DiagrammEnalaprilEprosartanSolvay Pharma GesmbHTevetenunerwünschtes Ereignis
 
 
Eprosartan – Verträglichkeit
Abbildung 39: Wichtigster Aspekt der Complianceförderung durch Eprosartan ist seine Nebenwirkungsrate auf Placeboniveau. Bei Dosissteigerungen bis 1200 mg nimmt die Wirksamkeit kontinuierlich zu (kein low-ceiling-Effekt), während die Nebenwirkungsrate konstant niedrig bleibt. Wird Eprosartan mit Hydrochlorothiazid oder Nifedipin retard kombiniert, erhöht sich die Nebenwirkungsrate maximal auf das unter Monotherapie mit den Kombinationspartnern beobachtete Niveau. Da bei Kombinationstherapien meist eine niedrigere Dosierung der Kombinationspartner eingesetzt werden kann, lässt sich das Nebenwirkungsniveau der Kombinationspartner häufig sogar reduzieren. Da die volle antihypertensive Wirksamkeit von Eprosartan erst nach 2 – 3 Wochen eintritt, ist die Gefahr orthostatischer Nebenwirkungen zu Therapiebeginn äußerst gering. Bei metabolisch vorbelasteten Hypertonikern (Diabetes, Hyperlipidämie) muss bei der Auswahl des Antihypertensivums darauf geachtet werden, dass die bestehenden Erkrankungen nicht negativ beeinflusst werden. Eprosartan ist im Hinblick auf Serumlipide, Glukose und Harnsäure stoffwechselneutral. Jäger B, Ashford J, Rayan V et al.: Eprosartan Monograph. Roy Soc Med Press 2000


Keywords: ComplianceEprosartanSolvay Pharma GesmbHTevetenVerträglichkeit
 
 
Eprosartan – Verträglichkeit
Abbildung 40: Die außerordentlich gute Verträglichkeit von Eprosartan selbst gegenüber Placebo konnte in zahlreichen Studien belegt werden. Studienabbrüche traten in 6 placebokontrollierten Studien an 1202 Hypertonikern in den Verumgruppen (12,9 %) deutlich seltener auf als unter Placebo (25,6 %). Auch unerwünschte Ereignisse wurden unter Eprosartan (4,1 %) seltener beobachtet als unter Placebo (6,5 %). Diese Daten belegen das sehr gute Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Eprosartan, das eine hohe Patientencompliance und damit gute Therapietreue gewährleistet.


Keywords: EprosartanSolvay Pharma GesmbHTevetenVerträglichkeit
 
 
Eprosartan – Langzeitsicherheit
Abbildung 41: Levine et al. untersuchten die Langzeitsicherheit von Eprosartan alleine und in Kombination mit Hydrochlorothiazid (HCTZ) an 706 Patienten in einer offenen, multizentrischen Studie über zwei Jahre. Das Auftreten unerwünschter Ereignisse zeigte hinsichtlich Häufigkeit und Verteilung keine Besonderheiten, die auf spezifische Langzeit-Nebenwirkungen von Eprosartan hindeuten. Auch typische durch Thiaziddiuretika verursachte Nebenwirkungen, wie Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes oder Dyslipoproteinämie, traten nur sehr selten auf. Die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse war bei Patienten unter und über 65 Jahren vergleichbar. Levine B: Eprosartan provides safe and effective long-term maintenance of blood pressure control in patients with mild to moderate essential hypertension. Cur Med Res Opin 2001; 17: 8-17


Keywords: EprosartanHCTZHydrochlorothiazidLangzeitsicherheitSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Demographische Daten aller in klinischen Studien mit Eprosartan behandelten Patienten
Abbildung 42: Klinische Studien zu Eprosartan wurden überwiegend in Europa und Nordamerika durchgeführt. Die demographischen Daten der untersuchten Patienten entsprachen denen vergleichbarer Studien mit anderen Antihypertensiva. Der Altersdurchschnitt lag bei 57 Jahren. 29 % der Probanden waren 65 Jahre oder älter, 5 % 75 Jahre oder älter. 60 % der Untersuchten waren Männer. Von den Studienteilnehmern waren 82 % vom kaukasischen Typus, 11 % mit schwarzer Hautfarbe und die verbleibenden 7 % überwiegend Asiaten.   Solvay. Data on file.


Keywords: DemographieEprosartanSolvay Pharma GesmbHStudieTeveten
 
 
Zusammenfassung: Eprosartan bei essentieller Hypertonie
Abbildung 43: Die einmal tägliche Gabe von Eprosartan 600 mg gewährleistet eine sichere Senkung des Blutdrucks über 24 Stunden. Die Effizienz von Eprosartan wurde für alle Schweregrade der Hypertonie nachgewiesen. In der Langzeittherapie ist keine Wirkungsverminderung (Tachyphylaxie) von Eprosartan zu beobachten. Die Verträglichkeit auf Placeboniveau lässt sich in Kurz- und Langzeituntersuchungen nachweisen. Eprosartan hat sich als gut mit Hydrochlorothiazid und Nifedipin kombinierbar erwiesen. Eine Kombinationstherapie erlaubt unter Umständen die Dosisreduktion und somit eine Senkung der Nebenwirkungsrate der Kombinationspartner. Bisher wurden auch keinerlei Medikamenteninteraktionen mit anderen Medikamenten beobachtet oder in Studien nachgewiesen. Teil des guten Sicherheitsprofils von Eprosartan ist das Fehlen von Reboundphänomenen, d. h. überschießendem Blutdruckanstieg nach plötzlichem Absetzen der Therapie. Eprosartan beeinflusst nicht die Herzfrequenz oder metabolische Parameter.


Keywords: Eprosartanessentielle HypertonieSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Eprosartan – Wirkweise
Abbildung 44: Präklinische Studien zeigen, dass Eprosartan über einen dualen Wirkmechanismus verfügt. Zum einen reduziert es durch die Blockade präsynaptischer AT1-Rezeptoren das vasokonstriktorische Potential des Sympatikotonus. Zum anderen wirkt es durch Blockade der postsynaptischen AT1-Rezeptoren direkt vasodilatierend. Im Gehirn wirkt Eprosartan der Verstärkung cerebraler Läsionen durch Angiotensin II entgegen und verhindert so möglicherweise die Zunahme cerebraler Funktionsverluste nach Schlaganfall. Eprosartan ist ein gut wirksames und verträgliches Antihypertensivum, das in besonderem Maße den systolischen Blutdruck senkt, der der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung eines Schlaganfalls ist. Aufgrund seiner Wirksamkeit, der gleichbleibend guten Blutdrucksenkung in verschiedenen Patienten-Subpopulationen und seines vorzüglichen Nebenwirkungsprofils gewährleistet es einen unkomplizierten und effizienten Einsatz.


Keywords: EprosartanSolvay Pharma GesmbHTevetenWirkung
 
 
Eprosartan und HCTZ – Wirksamkeit
Abbildung 45: Sachse et al. verglichen in einer Studie mit 309 Hypertonikern (DBD > 98 < 114 mmHg) die Wirksamkeit von Eprosartan als Monotherapie (600 mg, 1 x täglich) und mit zusätzlicher Gabe von Hydrochlorothiazid (HCTZ, 12,5 mg, 1x täglich). Die mittleren systolischen Blutdruckwerte zu Studienbeginn betrugen 156,0 mmHg in den Monotherapie-Gruppe und 156,1 mmHg in der Kombinationstherapie-Gruppe. Bei Studienende konnte der systolische Blutdruck durch Monotherapie um 5,8 ± 1,1 mmHg und durch Kombinationstherapie um 9,2 ± 1,1 mmHg gesenkt werden. Unter Kombinationstherapie wurde eine signifikant stärkere Absenkung des mittleren systolischen Blutdrucks um 3,4 mmHg zu allen Meßzeitpunkten erreicht (p = 0,01). Auch der diastolische Blutdruck konnte durch die Kombinationstherapie signifikant stärker (-2,8 mmHg, p = 0,001) gesenkt werden.   Sachse A, Verboom CN, Jäger B: Efficacy of eprosartan in combination with HCTZ in patients with essential hypertension not adequately controlled by eprosartan monotherapy. J Hum Hypertens 2002; 16: 169 - 176


Keywords: EprosartanHCTZHydrochlorothiazidHypertonieSolvay Pharma GesmbHTevetenWirkung
 
 
Eprosartan und HCTZ – unerwünschte Ereignisse
Abbildung 46: In einer Studie an 309 Hypertonikern (DBD > 98 < 114 mmHg) wurde die Verträglichkeit von Eprosartan alleine und in Kombination mit Hydrochlorothiazid (HCTZ) untersucht. Unter Monotherapie traten bei 39,5 % der Studienteilnehmer unerwünschte Ereignisse (UE) auf; unter Kombinationstherapie waren es 45,4 %. Unerwünschte Ereignisse, die von den Studienärzten als möglicherweise oder wahrscheinlich in Zusammenhang mit der Studienmedikation stehend angesehen wurden, wurden bei 12,1 % bzw. 16,4 % der Patienten beobachtet. Die Häufigkeit von schwerern UEs war insgesamt niedrig (1,3 % unter Mono- und 2,6 % unter Kombinationstherapie). 21 Patienten wurden aufgrund schwerer UEs aus der Studie ausgeschlossen. Die Kombinationstherapie erwies sich damit als vergleichbar verträglich wie die Monotherapie mit Eprosartan. Sachse A, Verboom CN, Jäger B: Efficacy of eprosartan in combination with HCTZ in patients with essential hypertension not adequately controlled by eprosartan monotherapy. J Hum Hypertens 2002 ; 16: 169 - 176


Keywords: DiagrammEprosartanHCTZHydrochlorothiazidSolvay Pharma GesmbHTevetenunerwünschtes Ereignis
 
 
Langzeitsicherheit mit Eprosartan und HCTZ
Abbildung 47: In einer offenen, multizentrischen Studie an 706 Hypertonikern mit leichter bis mittelschwerer Hypertonie (diastolischer Blutdruckwert > 95 < 114 mmHg) wurde die Häufigkeit unerwünschter Nebenwirkungen unter Eprosartan-Monotherapie und in Kombination mit Hydrochlorothiazid (HCTZ) untersucht. Während unter Monotherapie (400 – 800 mg, 1 x täglich) eine nicht dosisabhängige und sehr niedrige Inzidenz von Nebenwirkungen beobachtet wurde, war sie bei Kombinationstherapie mit HCTZ (12,5 bzw. 25 mg, 1 x täglich) erkennbar erhöht. Insbesondere bei Kombination von Eprosartan mit 25 mg HCTZ war die Nebenwirkungsrate gegenüber der Monotherapie um etwa ein Drittel erhöht. Die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse, die von den Studienärzten als in Zusammenhang mit der Medikation stehend betrachtet wurde, war mit allen Therapieregimen ähnlich und lag maximal bei 1,7 %. Unerwünschte Ereignisse, die charakteristisch für andere Antihypertensiva-Klassen sind, wie Hypotonie, Flushing, Schlaflosigkeit oder trockener Husten, wurden in der Studie bei weniger als 1 % der Patienten beobachtet. Levine B: Eprosartan provides safe and effective long-term maintenance of blood pressure control in patients with mild to moderate essential hypertension. Cur Med Res Opin 2001; 17: 8-17


Keywords: EprosartanHCTZHydrochlorothiazidLangzeitsicherheitSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Zusammenfassung der Studien mit Eprosartan und HCTZ
Abbildung 48: Eprosartan wurde in zahlreichen präklinischen und klinischen Studien in Kombination mit Hydrochlorothiazid (HCTZ) eingesetzt. In den aufgeführten Studien wurden verschiedene Dosierungen der Kombinationspartner, der Einsatz bei unterschiedlichen Schweregraden der Hypertonie sowie bei systolischem und isoliert systolischem Bluthochdruck überprüft. Zudem wurde die Wirksamkeit und das Nebenwirkungsprofil der Kombinationen von Eprosartan und Enalapril mit HCTZ verglichen.   In allen Studien wurde durch die Kombinationstherapie bei sehr guter Verträglichkeit eine zusätzliche Blutdrucksenkung erzielt. Insbesondere für die Kombination 600 mg Eprosartan/12,5 mg HCZT war die Nebenwirkungsrate vergleichbar der einer Monotherapie mit dem AT1-Blocker.   Böhm M, Sachse S: Safety and tolerability of eprosartan in combination with hydrochlorothiazide. Drug Safety 2002; 25: 599 - 611.


Keywords: EprosartanHCTZHydrochlorothiazidSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Angiotensin II-Rezeptoren
Abbildung 49: Als Peptid-Hormon kann Angiotensin II nicht direkt in den Zellen seine Wirkung ausüben, da es die Zellmembran nicht durchdringen kann. Die Effekte von Angiotensin II werden über Rezeptoren vermittelt, bei denen man zwei Subklassen unterscheidet: Zum einen die AT1-Rezeptoren, die neben der Vermittlung der Vasokonstriktion und der Aldosteron-Freisetzung ein breites Spektrum weiterer potentiell kardiovaskulär negativer Wirkungen vermitteln, zum anderen die AT2-Rezeptoren, deren Rolle wenig verstanden ist. Sie scheinen insbesondere eine Aufgabe in der embryonalen Entwicklung zu besitzen und teilweise die Wirkung der AT1-Rezeptoren zu antagonisieren.


Keywords: Angiotensin-II-Rezeptor
 
 
Hypertonierisiko in Abhängigkeit vom Körpergewicht
Abbildung 50: Der Body-Mass-Index (BMI) ist signifikant korreliert mit dem Schweregrad der Hypertonie. So findet sich ein BMI von über 30 kg pro m² bei 30 bis 40 % der weiblichen und 20 bis 30 % der männlichen Hypertoniker. Vermutlich führt eine mit der Adipositas verbundene Insulinresistenz, die vermehrte Herzarbeit durch die Erhöhung des Körpervolumens und eine verstärkte Sympathikusaktivität aufgrund des in den Fettzellen gebildeten Leptins zu erhöhtem Blutdruck. Im Rahmen der Nurses' Health-Study wurde bei 82.473 Krankenschwestern untersucht, ob BMI und Hypertonieinzidenz miteinander korreliert sind. Dabei zeigten Hypertonieinzidenz und aktueller BMI eine hochsignifikante Korrelation (p < 0,001). Die galt auch nach Adjustierung für Größe, Myokardinfarkte bei nahen Verwandten, Geburten, orale Kontrazeption, Menopause, Hormonersatztherapie und Rauchen. Die Zunahme des relativen Risikos ließ sich über die gesamte Spannweite des BMI beobachten. Ein Anstieg des BMI um 1 kg/m2 erhöhte das Hypertonierisiko um 12 %. Das kardiovaskuläre Risiko wird nicht nur durch die absolute Höhe des BMI, sondern auch durch die Verteilung des Fettdepots am Körper bestimmt. Ein Taille-Hüfte-Verhältnis über 0,85 bei Frauen bzw. 0,95 bei Männern, also eine überwiegende Deposition von Fett im Bauch- und nicht im Hüftbereich, erhöht das kardiovaskuläre Risiko signifikant. Huang Z, Willet W C, Manson J E, Rosner B, Stampfer M J, Speizer F E, Colditz G A: Body weight, weight change, and risk for hypertension in women. Annals of Internal Med 1998; 128: 81 - 88


Keywords: BMIBody-mass-IndexDiagrammHypertonieRisiko
 
 
Hypertonierisiko und körperliche Fitness
Abbildung 51: Mangelnde körperliche Aktivität erhöht die Gefahr der Hypertonie-Entstehung, obwohl bei körperlicher Belastung der Blutdruck stark ansteigt. Eine mäßige körperliche Aktivität scheint aber insgesamt das Risiko regulativer und metabolischer Störungen wie Bluthochdruck, Insulinresistenz oder Hyper- bzw. Dyslipidämie deutlich zu senken.   Blair SN, Goodyear NN, Gibbons LW et al.: Physical fitness and incidence of hypertension in healthy normotensive men and women. JAMA 1984; 252: 487-90


Keywords: FitneßHypertonieRisiko
 
 
Hypertonierisiko und Job Strain
Abbildung 52: Chronischer Disstress kann, wahrscheinlich über eine dauerhafte Sympathikusstimulation, zur Ausbildung einer Hypertonie führen. Dabei ist nicht die absolute Belastung, z. B. in Form von zeitlichem Stress, entscheidend für die Höhe des Hypertonie-Risikos, sondern das Zusammenspiel von hohem Leistungsdruck mit geringer Entscheidungskompetenz (Job strain). Typischerweise lassen sich erhöhte Blutdruckwerte im Anfangsstadium der Hypertonie nur während der Arbeitszeit beobachten, während in der Freizeit und häufig auch bei der Messung in der Arztpraxis normotone Werte beobachtet werden. Schnall P L, Pieper C, Schwartz J E, Karasek R A, Schlussel Y, Devereux R B, Ganau A, Alderman M, Warren K, Pickering T G: The relationship between job strain, workplace, diastolic blood pressure, and left ventricular mass index. J Am Med Assoc 1990; 263: 1929 - 1935


Keywords: DiagrammHypertonieParameterRisiko
 
 
Hypertonie, Adipositas und LVH
Abbildung 53: Die arterielle Hypertonie begünstigt unter anderem die Ausbildung einer linksventrikulären Hypertrophie (LVH). Dies gilt insbesondere bei adipösen Hypertonikern. Ursache der LVH ist vor allem die gesteigerte Druckbelastung bei Hypertonie, die zu einer Zunahme des interstitiellen Bindegewebes im linken Ventrikel führt. Aus der LVH resultiert häufig die Ausbildung einer koronaren Herzkrankheit (KHK) mit den charakteristischen Komplikationen wie Angina pectoris, Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt oder Herzrhythmusstörungen.   Hense HW: Epidemiologie der arteriellen Hypertonie und Implikationen für die Prävention. 10-Jahres-Ergebnisse der MONICA-Studie Augsburg. DMW 2000; 125: 1397-1402


Keywords: Adipositasarterielle HypertonieDiagrammFraulinksventrikuläre HypertrophieLVHMann
 
 
Kardiovaskuläre Risikofaktoren und relatives Infarktrisiko
Abbildung 54: Die arterielle Hypertonie darf nicht als isolierter Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse betrachtet werden. Denn bei Vorliegen mehrerer Risikofaktoren erhöht sich die Gefahr kardiovaskulärer Ereignisse nicht additiv, sondern das Risiko potenziert sich. So erhöhen Rauchen, arterielle Hypertonie und Dyslipidämie das relative Risiko für Myokardinfarkte um 1,5, 2,7 bzw. 2,8. Bei Vorliegen aller drei Risikofaktoren steigt das relative Risiko nicht auf 7, sondern auf 11,1. Hense HW: Epidemiologie der arteriellen Hypertonie und Implikationen für die Prävention. 10-Jahres-Ergebnisse der MONICA-Studie Augsburg. DMW 2000; 125: 1397-1402


Keywords: arterielle Hypertoniekardiovaskuläres RisikoMONICA-StudieMyokardinfarkt
 
 
Hypertonie und Herzinsuffizienz
Abbildung 55: Die arterielle Hypertonie erhöht die Nachlast, da durch die Versteifung und Verengung der Blutgefäße die notwendige Pumparbeit des Herzens zunimmt. Die vermehrte Leistung insbesondere des linken Ventrikels führt zu strukturellen Änderungen und zur Einschränkung der linksventrikulären Funktion und kann schließlich in die Herzinsuffizienz münden. Bei Herzinsuffizienz ist meist auch das RAS chronisch aktiviert, was zu einer weiteren Erhöhung der Nachlast führt. Daher ist die arterielle Hypertonie nach der koronaren Herzkrankheit (KHK) die häufigste Ursache für die Entstehung einer Herzinsuffizienz. Häufig korreliert diese mit dem Vorliegen einer linksventrikulären Hypertrophie (LVH), stellt jedoch einen eigenständigen und unabhängigen Risikofaktor dar.


Keywords: HerzinsuffizienzHypertonie
 
 
Prävalenz der Mikroalbuminurie bei Hypertonikern
Abbildung 56: Hypertonie führt zu einer Abnahme der glomerulären Filtrationsrate in der Niere, die auch mit zunehmendem Alter oder krankheitsbedingt (z. B. bei Diabetikern) zurückgeht. Daher kann der renale Funktionsverlust durch eine antihypertensive Therapie signifikant reduziert werden. Erstes Anzeichen eines pathologischen Verlustes der Nierenfunktion ist das Auftreten einer Mikroalbuminurie (30 - 300 mg/24h oder 20 – 200 µg/min), die eng mit der Hypertonie-Inzidenz korreliert ist und bei etwa 20 % aller behandelten Hypertonikern auftritt. Sie ist ein eigenständiger Prädiktor für das Risiko von Nierenversagen und ischämischen koronaren Ereignissen.   Hense HW: Epidemiologie der arteriellen Hypertonie und Implikationen für die Prävention. 10-Jahres-Ergebnisse der MONICA-Studie Augsburg. DMW 2000; 125: 1397-1402


Keywords: DiagrammFrauHypertonieMannMikroalbuminurie
 
 
Renoprotektive Effekte der AT1-Blocker bei Typ-2-Diabetes – RENAAL, IDNT, IRMA
Abbildung 57: Die renoprotektiven Effekte der AT1-Blocker bei normo- und hypertensiven Patienten mit Typ-2-Diabetes wurden in drei Studien (RENAAL, IDNT, IRMA) nachgewiesen. Dabei wurde für alle Stadien der Nierenschädigung eine signifikante Verlangsamung des fortschreitenden Funktionsverlustes festgestellt. In RENAAL wurde im Plazebo-Arm eine bestehende antihypertensive Therapie mit Ausnahme von ACE-Hemmern beibehalten, in IDNT wurde das Ergebnis im Vergleich mit Amlodipin erzielt. In der LIFE-Studie, dem Vergleich von Losartan mit Atenolol bei Hypertonikern, wiesen 13 % der Studienteilnehmer einen Diabetes mellitus auf. Hier wurde mit dem AT1-Blocker gegenüber dem Betablocker eine Reduktion neu auftretender Diabetes mellitus um 25 % beobachtet. Brenner B M, Cooper M E, de Zeeuw D et al. for the RENAAL study investigators: Effects of losartan on renal and cardiovascular outcomes in patients with type 2 diabetes and nephropathy. NEJM 2002; 345: 861 – 869   Lewis E J, Hunsicker L G, Clarke W R et al. for the collaborative study group: Renoprotective effect of the angiotensin receptor antagonist irbesartan in patients with nephropathy due to type 2 diabetes. NEJM 2001; 345: 851 – 860   Parving H H, Lehnert H, Bröchner-Mortensen J et al. for the irbesartan in patients with type 2 diabetes and microalbuminuria study group: the effect of irbesartan on the development of diabetic nephropathy in patients with type 2 diabetes. NEJM 2001; 345: 870 - 878   Dahlöf B, Devereux R B, Kjeldsen S E et al. for the LIFE study group: Cardiovascular morbidity and mortality in the losartan intervention for endpoint reduction in hypertension study (LIFE): a randomised trial against atenolol. Lancet 2002; 359: 995 - 1003


Keywords: AT1-BlockerDiabetes mellitusEprosartanIDNT-StudieIRMA-StudieRENAAL-StudieSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Nutzen konsequenter antihypertensiver Therapie
Abbildung 58: Durch konsequenten Einsatz von Antihypertensiva kann das Risiko für Hypertoniker, arteriosklerotische Folgeerkrankungen zu erleiden, signifikant gesenkt werden.  


Keywords: AntihypertensivumEprosartanSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
Anforderungen an eine optimierte Hypertonie-Therapie
Abbildung 59: Effektive Hochdrucktherapie setzt kontinuierliche und im Prinzip lebenslange Blutdrucksenkung voraus. Diese kann nur erzielt werden, wenn der Patient eine effektive Blutdruckreduktion bei weitestgehender Nebenwirkungsfreiheit erfährt. Ein modernes Antihypertensivum mit einfachem Dosierungsschema (einmal tägliche Einnahme, Fixkombination) mit weitestgehender Nebenwirkungsfreiheit und geringem Potential für Interaktionen mit anderen Medikamenten sichert eine langfristige Motivation des Patienten, die auch dem Arzt hilft, das Therapieziel zu erreichen.


Keywords: AntihypertensivumEprosartanSolvay Pharma GesmbHTeveten
 
 
STARLET – Rationale
Abbildung 60: Chronische Stresssituationen können die Entstehung einer arteriellen Hypertonie begünstigen und zur Progredienz der Erkrankung beitragen. Untersuchungen zur Rolle von beruflichem Stress haben gezeigt, dass bestimmte Berufsgruppen, mit hohem Anforderungsprofil und geringer Entscheidungsfreiheit besonders hypertonieanfällig sind. Zudem weiß man, dass Hypertoniker mit berufsbedingtem Bluthochdruck bei der Praxismessung häufig normoton erscheinen, während der Arbeitszeit aber erhöhte Blutdruckwerte aufweisen. Die STARLET-Studie untersucht über einen Zeitraum von fünf Jahren die Inzidenz arbeitsbedingter Hypertonie bei Berufstätigen. Zudem wird überprüft, ob Patienten von einer differenzierten antihypertensiven Therapie mit Eprosartan hinsichtlich ihrer Blutdruckeinstellung und der Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse profitieren. Die Therapieentscheidungen werden anhand der Ergebnisse von 24-Stunden-Blutdruckmessungen an einem Arbeitstag ausgerichtet. Desweiteren wird überprüft, ob Personen mit arbeitsbedingter Hypertonie im Vergleich zu Personen, deren Hypertonie nicht arbeitsassoziiert ist, hinsichtlich der Einstellbarkeit ihrer Blutdruckwerte und cerebro- sowie kardiovaskulärer Ereignisse langfristige Unterschiede aufweisen.


Keywords: EprosartanSolvay Pharma GesmbHSTARLET-StudieTeveten
 
 
STARLET – Patientenkollektiv
Abbildung 61: Im Rahmen der STARLET-Studie werden Berufstätige in Deutschland durch Betriebsärzte und Hausärzte mittels 24-Stunden-Blutdruckmessung auf das Vorhandensein einer Hypertonie und relevante Druckunterschiede zwischen Arbeits- und Freizeit untersucht. Bei einer Differenz der zeitgewichteten Blutdruckmittelwerte zwischen Arbeits- und Freizeit von mindestens 5 mmHg diastolisch und/oder 8 mmHg systolisch an einem Arbeitstag werden Teilnehmer der Studie als Arbeitshypertoniker eingestuft. Bei unklarem Befund wird die Messung zusätzlich an einem Freizeittag durchgeführt. Eine Differenz der Tagesblutdruckmittelwerte von mindestens 3 mmHg diastolisch oder 6 mmHg systolisch wird ebenfalls als arbeitsassoziierte Hypertonie eingestuft. Die psychische Belastung wähend der Arbeitszeit und die Beurteilung der Lebensqualität der Teilnehmer erfolgt anhand eines standardisierten Fragebogens. Aus der Screening-Phase werden insgesamt 4.500 Patienten zur langfristigen Beobachtung über fünf Jahre ausgewählt. Hieraus werden drei Gruppen à 1.500 Teilnehmer gebildet:   a)  Arbeitsbedingte Hypertonie (Blutdruckwerte Arbeitszeit > Blutdruckwerte Freizeit) b)  Nicht arbeitsbedingte Hypertonie (Blutdruckwerte Arbeitszeit = Blutdruckwerte Freizeit) c)  Normotonie   In jeder Gruppe wird die Hälfte der Teilnehmer nach praxisüblichen Kriterien therapiert, die andere Hälfte entsprechend einem differenzierten Therapieschema mit Eprosartan.


Keywords: EprosartanPatientSolvay Pharma GesmbHSTARLET-StudieTeveten
 
 
ALLHAT – Reduktion der Schlaganfall-Inzidenz
Abbildung 62: In die ALLHAT-Studie (Antihypertensive and lipid-lowering treatment to prevent heart attack trial) wurden 33.357 Hypertoniker über 54 Jahren mit mindestens einem weiteren kardiovaskulären Risikofaktor eingeschlossen. Die Patienten erhielten Chlortalidon (12,5 - 25 mg), Amlodipin (2,5 - 10 mg) oder Lisinopril (10 - 40 mg). Der primäre Endpunkt der Studie war das Auftreten tödlicher KHK-Ereignisse und nicht-tödlicher Myokardinfarkte. Hier zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Das Auftreten von Schlaganfällen war im Vergleich der Lisinopril- mit der Chlortalidon-Gruppe unter dem ACE-Hemmer signifikant häufiger (6,3 % vs. 5,6 %, relatives Risiko 1,15, 95 % KI 1,02-1,30). Der mittlere systolische Blutdruck während des Follow up über durchschnittlich 4,9 Jahre lag in der Lisinopril-Gruppe um 2 mmHg über dem in der Chlortalidon-Gruppe. Bei Schwarzen, die etwa 1/3 der Patienten stellten, lag er in der Lisinopril-Gruppe 4 mmHg höher als in der Chlortalidon-Gruppe. Die Autoren der Studie führen die stärkere Schlaganfallreduktion unter Chlortalidon auf den hohen Anteil schwarzer Patienten zurück, die auf ACE-Hemmer weniger gut ansprechen als Hypertoniker vom kaukasischen oder asiatischen Typus. The ALLHAT officers and coordinators for the ALLHAT study group: Major outcomes in high-risk hypertensive patients randomised to angiotensin-converting enzyme inhibitor or calcium channnel blocker vs diuretic – The antihypertensive and lipid-lowering treatment to prevent heart attack trial (ALLHAT). JAMA 2002; 288: 2981 – 2997


Keywords: ALLHAT-StudieAmlodipinChlortalidonDiagrammHypertonieLisinoprilSchlaganfall
 
 
ANBP 2 – Blutdrucksenkung
Abbildung 63: In die nach dem PROBE-Design durchgeführten ANBP2-Studie (Second Australian National Blood Pressure Study) wurden 6.083 Hypertoniker im Alter zwischen 65 und 84 Jahren aus 1.594 Arztpraxen eingeschlossen. Zielvorgabe für die Prüfärzte war eine Reduktion des systolischen Blutdrucks um mindestens 20 mmHg auf unter 160 mmHg und -sofern durch den Patienten toleriert- eine weitere Reduktion auf unter 140 mmHg. Der diastolische Blutdruck sollte um mindestens 10 mmHg unter 90 mmHg und wenn möglich unter 80 mmHg gesenkt werden. Als Initialtherapie wurden Enalapril bzw. Hydrochlorothiazid empfohlen, die Wahl das ACE-Hemmers bzw. Diuretikums blieb aber dem behandelnden Arzt überlassen, ebenso die Auswahl der Kombinationspartner. Die mittlere Follow up-Dauer betrug 4,1 Jahre. Die Blutdrucksenkung in beiden Behandlungsarmen war vergleichbar und erreichte bei Studienende im Durchschnitt 26/12 mmHg. Für den primären Endpunkt (alle kardiovaskulären Ereignisse und Gesamtmortalität) wurde unter dem ACE-Hemmer im Vergleich zum Diuretikum eine relative Risikoreduktion um 11 % erzielt (95 % KI, 21-0, p = 0,05). Hinsichtlich der Reduktion der Schlaganfälle war das Ergebnis uneinheitlich. Tödliche Schlaganfälle wurden durch das Diuretikum signifikant häufiger verhindert (Hazard ratio 1,91 [95 % KI 1,04-3,50], p = 0,04). Für nicht tödliche Schlaganfälle waren die Fallzahlen hingegen nahezu identisch (Hazard ratio 0,93 [95 % KI 0,70-1,26], p = 0,65). Wing, L M H, Reid, C M, Ryan P et al.: A comparison of outcomes with angiotensin-converting-enzyme inhibitors and diuretics for hypertension in the elderly. NEJM 2003; 348: 583 - 592


Keywords: ANBP2-StudieBlutdrucksenkungDiagrammHypertonie
 
 
ANBP2 – Endpunkte
Abbildung 64: Die durchschnittliche Follow up-Dauer in der ANPB2-Studie betrug 4,1 Jahre. Ursprünglich war eine längere Nachverfolgung geplant, die Studie musste aber aufgrund einer verlängerten Einschlussphase wegen des Auslaufens der Finanzierung vorzeitig beendet werden. Die Blutdrucksenkung durch ACE-Hemmer und Diuretika war über die gesamte Studiendauer nahezu identisch. Der primäre Endpunkt Gesamtmortalität und kardiovaskuläre Ereignisse wurde unter ACE-Hemmern signifikant stärker reduziert als unter Diuretika (relative Reduktion 11 %, p = 0,05). In der Subgruppen-Analyse zeigte sich, dass der Nutzen durch die Behandlung mit ACE-Hemmer nur bei Männern, nicht aber bei Frauen signifikant war. Die relative Risikoreduktion für männliche Hypertoniker betrug 17 % (p = 0,02). Die Beobachtung, dass Männer von der ACE-Hemmer-Therapie besonders profitieren, muss nach Einschätzung der Studienleiter vorsichtig interpretiert werden, da es sich um eine Post-hoc-Analyse handelt und die Ereignisrate bei Männern doppelt so hoch war wie bei Frauen. Wing, L M H, Reid, C M, Ryan P et al.: A comparison of outcomes with angiotensin-converting-enzyme inhibitors and diuretics for hypertension in the elderly. NEJM 2003; 348: 583 - 592


Keywords: ANBP2-StudieDiagramm
 
 
Hypertonie und Demenz
Abbildung 65: Die Ausbildung einer Demenz wird durch das Vorliegen einer Hypertonie beschleunigt. Während für die vaskulären Demenzen, die etwa 20 % aller Demenzerkrankungen ausmachen, der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Krankheitsentstehung eindeutig belegt ist, ist die Datenlage bei Demenzen vom Alzheimer-Typ (ca. 50% aller Demenzen) nicht eindeutig.   Im Rahmen der Syst-Eur-Studie, die die Behandlung der isolierten systolischen Hypertonie untersuchte, konnte gezeigt werden, dass unter antihypertensiver Therapie die Inzidenz aller Demenzformen einschließlich solcher vom Alzheimer-Typ signifikant verringert wurde. In der SHEP-Studie hingegen hatte die antihypertensive Therapie keinen Einfluss auf die Demenzentwicklung.   Forette F, Seux ML, Staessen JA et al.: Prevention of dementia in randomised double-blind placebo-controlled Systolic Hypertension in Europe (SYST-EUR) trial. Lancet 1998; 352: 1347-51


Keywords: DemenzDiagrammHypertonie
 
 
 
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