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Praxisrelevanz
Aigner M
News-Screen Psychiatrie

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2018; 19 (1): 38

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In dieser interessanten Arbeit wird aufgezeigt, dass Patienten mit Zwangsstörungen insgesamt eine beeinträchtigte ToM (Theory of Mind) im Vergleich zu gesunden Kontrollprobanden haben. Die Patienten mit einer Zwangsstörung und einer geringen Einsicht sind nochmals mehr in ihrer ToM beeinträchtigt.
Bedenkt man die hohen Non-Responder-Raten bei einer State-of-the Art-Therapie bei Zwangsstörungen, so erscheint es wichtig, diese metakognitiven Störungen in das Therapiekonzept miteinzubeziehen.
Wie schon im News-Screen Psychiatrie in Ausgabe 1/2010, S. 70 erwähnt, steht der Begriff „Theory-of-Mind“ (ToM) für spezielle geistige Leistungen, die die Fähigkeit, sich in andere „hineinzuversetzen“, den anderen bestimmte kognitive Eigenschaften zuzuordnen, umfasst. Störungen der ToM können zu erheblichen Defiziten in der sozialen Interaktion führen. Verwandte Leistungen bzw. Konzepte sind Empathie oder soziale Intelligenz. In diesem Zusammenhang ist auch die Domäne „Soziale Prozesse“ des RDoC-Systems zu erwähnen.
 
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